11
Sep

Einleitung


Stift & Papier

Das 666-System ist ein klassisches Pen&Paper-Rollenspiel. Das bedeutet, dass man es ganz ohne komplexe technische Hilfsmittel spielen kann. Das Einzige was man benötigt, ist ein Spielleiter, der die Geschichte erzählt, ein paar Mitspieler, die bereit sind sich darauf einzulassen, Stifte, Papierbögen, Würfel und Zeit. Am Besten ist es, immer zumindest einen dabei zu haben, der so etwas schon mal gemacht hat, idealerweise als Spielleiter. Der Spielleiter übernimmt nämlich die Rolle der Welt. Er erzählt den Spielern, was sie sehen, hören und was passiert, wenn sie unvorsichtig Türen öffnen. Die Spieler übernehmen die Rollen verschiedener Charaktere, die sie durch die, vom Spielleiter beschriebene, Welt steuern. Da sich alles in den Köpfen der Beteiligten abspielt, hat man praktisch unbegrenzte Möglichkeiten. Und damit es dabei nicht zu chaotisch wird, sind diverse Regeln beschrieben, mit deren Hilfe man sehen kann, ob der eigene Charakter tatsächlich das tun kann, was der Spieler ihn da versucht, tun zu lassen. In was für einer Welt das ganze stattfindet, bleibt im Grunde der Gruppe selbst überlassen. Als Beispielwelt kann das Ergebnis unserer Spielabende dienen, das wir hier nach und nach unter dem Abschnitt Bücher des Wissens zur Verfügung stellen werden. Über den Ablauf und die Etikette des Rollenspiels ließen sich zahllose Bände füllen, deshalb gehe ich an dieser Stelle einfach davon aus, dass der geneigter Leser bereits Erfahrung mit dererlei hat und beginne nun mit der Entstehungsgeschichte dieses Systems.


Vorgeschichte

Vermutlich hat jeder Rollenspieler schon einmal darüber nachgedacht, sein eigenes Rollenspiel zu entwickeln, in dem alles so ist, wie er es für am Besten hält. Meiner Gruppe kam die Idee nach einigen langen DSA-Abenden. Wir hatten für jedes Spiel bereits eigene Regeln eingeführt oder vorhandene verändert. Also begannen wir das beste, realistischste, lustigste und intelligenteste Rollenspiel der Welt zu basteln. Das ganze Projekt war also von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Unser System wurde schnell viel zu komplex um spielbar zu bleiben und mit der Komplexität stieg auch der Entwicklungs-Aufwand. Wir arbeiteten sicher ein Jahr immer wieder sporadisch an dem System bis ich beschloss, dass wir so nicht weiter kommen würden.

Ich begann, das Problem anders herum anzugehen. Statt gleich das realistischste und beste Rollenspiel zu entwickeln, versuchte ich mich an einem möglichst minimalistischen Rollenspiel. Es sollte mit so wenig Regeln und Rechnungen wie möglich auskommen. Die Entwicklung geschah phasenweise. Jeder Änderung folgten Spielrunden und jeder Spielrunde folgten Änderungen. Ich testete es mit Veteranen und unerfahrenen Spielern, holte mir so viele Meinungen darüber ein, wie ich bekommen konnte. Dinge, die gut ankamen, behielt ich bei, andere wurden angepasst oder weggelassen. Bald hatte das Projekt sehr viele verschiedene Prototypen hinter sich gelassen und es kristallisierte sich ein System heraus, das sowohl einfach war, als auch den Wünschen der Spieler entsprach; das schnell zum spaßigen Teil kommt, aber nicht schon nach ein paar Tagen langweilig wird. Unter dem vorläufigen Arbeitstitel 666-System veröffentliche ich also jetzt die erste Beta-Version, damit sie jeder verwenden, ändern, weiterentwickeln und mit ihr Spaß haben kann.


Besonderheiten

Das 666-System ist ausgelegt auf Spaß und Dynamik. Die Charaktergenerierung dauert nur ein paar Minuten, damit man sich auch spontan entscheiden kann, zu spielen. Es gibt weniger Regeln, das heißt mehr Freiheit und mehr Verantwortung für den Spielleiter. Die Charakterentwicklung geschieht während des Spiels, es gibt keine Erfahrungspunkte. Fertigkeiten werden verbessert, indem sie verwendet werden. Das Aktionspunktbasierte Kampfsystem sorgt für spannende, dynamische und taktische Kämpfe.


Material

Als Grundausrüstung benötigt jeder Spieler einen (Blei-)Stift, ein Charakterblatt und eine gute Hand voll sechsseitiger Würfel ( ca. 10-15). Das Charakterblatt findet sich unter Herunterladbares, zusammen mit diversen zusätzlichen Blättern und einem Offline-Regelwerk. Snacks und Getränke sind sicher auch keine schlechte Idee, aber zur Not sollte es auch ohne gehen.